Am 8. Januar hatten wir die Gelegenheit, das denkmalgeschützte Schauhaus im Zeppelindorf zu besichtigen. Es liegt mitten im Zeppelindorf, einem heute nach wie vor beliebten Wohnviertel. Von außen fiel uns anfangs kein Unterschied auf, denn das Haus sah genauso aus wie die anderen Häuser links und rechts daneben. Doch als wir später eine faszinierende Führung durch das Innere des Hauses erhielten, waren wir begeistert.

Im Fokus unseres Besuchs stand eine Doppelhaushälfte, die weitestgehend in den Originalzustand zurückversetzt werden konnte, da die Einheit über viele Jahre nur von einer Familie bewohnt wurdewas uns einen realistischen Eindruck davon vermittelte, wie die Arbeiter und ihre Familien während der Zeit der Industrialisierung in Friedrichshafen lebten. Die Frau, die uns durch das Schauhaus führte, erzählte uns interessante Details über die Geschichte des Hauses. Besonders aufschlussreich war, dass das Wohnzimmer, wie wir es heute kennen, in der Vergangenheit eine ganz andere Funktion hatte: Es wurde ausschließlich für Gäste genutzt. Auch die Küche war ganz anders gestaltet, als wir es gewohnt sindund spiegelte die Lebensweise der damaligen Zeit wider. Im Haus gab es weder Strom, noch Heizung oder einen Kühlschrank. 

Ein Highlight der Führung war der ca. 900 m² große Garten, der ursprünglich für die Selbstversorgung mit Gemüse, Kräutern und Obst genutzt wurde. Dieser Garten verdeutlicht, wie wichtig die eigene Nahrungsmittelproduktion für die Menschen damals war.

Die Besichtigung des Schauhauses im Zeppelindorf war eine spannende Zeitreise. Sie gab uns wertvolle Einblicke in die Wohnverhältnisse und Lebensgewohnheiten der damaligen Zeit.

Text: QainatImran