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Denn aus Zucker sind sie nicht...

...dachte ich mir über meine 7c und lag damit goldrichtig.

Und so starteten wir am 15.10.15 – jetzt erst recht – zu unserer Radtour mit Übernachtung, die noch vom Ende des vergangenen Schuljahres ausstand. Verspochen ist versprochen und wird auch nicht gebrochen – und kommen die Regenwürmer aus den Löchern gekrochen, an frischem Wind und saub’rer Luft, hat noch jeder gern gerochen. 20 tapfere Radler und zwei ebenfalls radelnde Lehrerinnen schwangen sich also auf die schuleigenen Drahtesel. Wobei dies gelinde untertrieben ist, handelte es sich doch um die brandneuen Mountainbikes, welche die Graf Soden dank der Kooperation mit dem Radsportverein „Windrose“ nutzen darf. Den verdutzen Gesichtern und ungläubigen Augen der Im-warmen-Bleiber zum Trotz fuhren wir los gen Langenargen, um die Nacht im DLRG-Heim zu verbringen. Es war für die 7c das erste Mal, dass sie einen Ausflug mit dem Fahrrad unternahm.

Umso überraschender klappte Alles auf Anhieb wie am Schnürchen. So trafen wir schneller als erwartet in Langerargen ein, um zunächst die Zimmer zu beziehen und unser Gepäck abzuladen. Auch eine stilechte „Teatime“ mit Kuchen durfte nicht fehlen und so manch einer entdeckte eine neue Leidenschaft für Tee. Doch wer rastet rostet und so brachen wir bald erneut auf, um unsere Radtour fortzusetzen. Über Stock und Stein, am Fluss entlang, durch den Wald, bergauf, bergab ging die schnelle Fahrt, bis wir schließlich nach Tettnang gelangten und an einem der ortsansässigen Discounter rasteten, um die Akkus wieder aufzuladen. Zucker half dabei... Frisch gestärkt traten wir die Heimreise an und ließen uns auch von kleinen Offroad-Passagen nicht schrecken, die alle mit Bravour meisterten. Auch am späteren Nachmittag hielt die Energie bei den meisten Schülerinnen und Schülern (bei den Lehrerinnen nur noch ein bisschen J) an und so wurde auch rund um das DLRG-Gelände noch weiter an den Mountainbike-Skills gefeilt. Ein trockenes Flussbett, eine Brücke und Hügel boten die Kulisse hierfür. Für all jene, die dem holzfeuerwarmen Inneren des Hauses den Vorzug gaben, boten die zwei großen Schlafräume genügend Platz zum Entspannen und Quatschen. Nach Kanufahren war irgendwie niemandem mehr zumute, aber das mochte wohl auch dem Wetter geschuldet sein.
Gemütlichkeit griff um sich und so nahmen wir in familiärer Atmosphäre die letzte Stärkung des Tages zu uns. Mit großem und verdientem Appetit verspeisten wir Nudeln mit Tomatensoße. Die Mutigen garnierten mit „Döner scharf“...
Nach Nudeln folgten Spiele. Genauer Hüttenspiele. Deren Tradition ein Verraten der Regeln und Auflösungen verbietet. So sei nur soviel verraten: manch einer steht wohl immer noch auf dem (Fahrrad-) Schlauch... :-)Doch es blieb nicht dabei. Auch „Herzblatt“ erlebte ein Revival unterm gelben Sonnenschirm und manch überraschende Antwort verhinderte die ein oder andere Romanze. Früher oder später (die Lehrer eigentlich früher, die Schüler eher später...) zog es alle auf die Matratze. Und nach einer kurzen Phase des Horchens trat dann auch tatsächlich Ruhe ein über dem DLRG-Heim direkt am See. Ein Wecken der Schüler war am nächsten Morgen nicht nötig (welch naive Vorstellung, die lieben Kleinen würden durchschlafen...). Dies lag mitunter an einem Schüler, der diese Aufgabe mit seinem wohl versehentlich gestellten Wecker übernahm und die Hütte bereits gegen 7 Uhr früh in ein Haus voller Fitter und Lauter verwandelte. Nun gut, dann konnten wir ja auch gleich Frühstücken und Aufräumen... Der Rückweg gestaltete sich etwas nasser als der Hinweg – doch wie gesagt, aus Zucker war keiner und ich habe noch nie so viele Leute auf einem Haufen Draht so motiviert und bereit zum Losradeln im Regen stehen sehen. Ich bin mir auch sicher, dass wir Friedrichshafen in Rekordzeit erreicht haben! Ebenfalls in Rekordzeit sahen die Fahrräder nicht mehr nach „Wir fahren durch jede Matschpfütze“ aus, sondern kehrten dank Herrn Fürsts Gartenschlauch-Einsatz blitzschnell zu blitzblank zurück.
Und so endete ein rundum gelungener, lustiger und gar nicht so „schlechtwettriger“ Ausflug mit dem Fahrrad nach Langenargen und zurück.