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Graf-Soden-Schüler schmökern bald in eigener Mediothek

 

Graf-Soden-Realschule freut sich über baldige Eröffnung ihrer Bibliothek

Friedrichshafen sz Die Schüler der Graf-Soden-Realschule sind begeistert: Am 2. Juni eröffnet ihre hauseigene Mediothek. Auch Jessica, Kevin, Laura und Maxi finden das eine ganz tolle Sache. Sie laufen staunend an den mit vielen Büchern befüllten Regalen vorbei und können sich kaum sattsehen. „Wenn ich zu Hause nicht das Buch habe, das ich gerne lesen möchte, kann ich mir das hier ganz einfach kostenlos ausleihen. Die Auswahl ist riesig“, freut sich Laura.

Der Schülerin haben es vor allem die Romane angetan. Maxis erster Griff hingegen ging direkt zum Guinness Buch der Rekorde. „Unglaublich, was die Leute alles machen, um da reinzukommen“, staunt der Junge kopfschüttelnd, während er durch die Seiten blättert. „Eigentlich wäre es ja schon toll drin zu stehen, aber alles würde ich dafür auch nicht machen – einen Damenbart wachsen lassen zum Beispiel.“
Bei der Mediothek handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt der Graf-Soden-Realschule und des Medienhauses am See. „Das Medienhaus legt ein großes Augenmerk auf Kinder und Jugendliche. Eine wichtige Voraussetzung bei der Frage, ob wir dieses Projekt unterstützen möchten oder nicht, stellte für mich das pädagogisch-didaktische Konzept der Schule dar, das mich überzeugte. Es stellt sicher, dass die Medien in den Unterricht integriert und so aktiv von den Schülerinnen und Schülern genutzt werden können“, erläutert Medienhausleiter Stefan Kücherer bei der Vorstellung des Mediothek-Konzepts am vergangenen Freitag in der Graf-Soden-Realschule. Um das Projekt umsetzen zu können, stellte das Amt für Bildung, Sport und Familie (BSF) rund 40 000 Euro für die Anschaffung von Medien und Technik zur Verfügung. Im Moment befinden sich in der Mediothek 2000 Medien, zusätzlich sollen aber noch 500 bis 800 dazu kommen. 
Die Rubriken reichen von Belletristik, Astronomie, Hobby, Mathematik, Informatik, Sport bis hin zu Technik.
Lernen erschließt sich durch Lesen
„Die Kleinen werden hier an die Bücher und an das Lesen herangebracht. Auch die Sprachförderung ist hierbei ein wichtiger Punkt, denn Lernen erschließt sich durch Lesen“, erklärt Konrektor Kai Nopper.
In dem Raum befinden sich zusätzlich acht Computer, mit deren Hilfe die Kinder eine Übersicht des Angebots bekommen, die Inhaltsangaben lesen, Bücher vormerken und ausleihen können. Zusätzlich kann hier jeder recherchieren oder sich auf Hausarbeiten vorbereiten. Um das Angebot nutzen zu können, bekommt jeder Schüler ein eigenes Passwort.
„Wichtig ist auch, dass das Angebot aktuell bleibt. Die Schule hat die Möglichkeit, über die EDV-Abteilung auszuwerten, welche Bücher ausgeliehen werden und welche nicht“, erklärt Nopper.
Das Motto der Schule lautet: „Schule als Zuhause“. Die Schüler verbringen durchschnittlich viel mehr Zeit in der Schule als zu Hause, deshalb ist es für Schulleiterin Iris Engelmann ein wichtiges Anliegen, dass sich die Kinder hier wohl fühlen. „Die Mensa ist sozusagen unser Wohnzimmer. Und in jedem zuhause gibt es auch Regale voller Bücher“, lächelt Engelmann.
Stefanie Adomeit/ erschienen in der SZ vom 10.5.14