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Bei der Graf-Soden-Realschule passt jetzt alles

Einweihung mit Tanz, Theater und Musik - Gut gerüstet für die Zukunft als Gemeinschaftsschule
 
FRIEDRICHSHAFEN - Mit einem Festakt hat die Graf-Soden-Realschule am Samstag den neuen Erweiterungsbau eingeweiht. Schulleiterin Iris Engelmann begrüßte unter den Gästen Oberbürgermeister Andreas Brand, Bürgermeister Peter Hauswald, Gerd Schneider vom Schulamt in Markdorf, den Architekten Jörg Aldinger und Pfarrer Harald Kuhnle, der den Neubau segnete. Theater, Tanz, Musik und eine erfrischende Moderation von Schülern umrahmten die Veranstaltung. Im Anschluss lud die Schule zu einem Tag der offenen Tür.
„Endlich“ ist das Wort des Tages. „Endlich passt das Äußere zum Inneren“, sagt Iris Engelmann und meint damit, dass jetzt die nötigen Räume für das pädagogische Konzept vorhanden seien. Auch OB Brand spricht davon, dass das Gebäude „endlich fertig ist“. Nach vielen kleineren und größeren Bauhindernissen, Gesprächen und Auseinandersetzungen über das Interieur bis hin zu einem Brand auf dem neuen Schuldach. Aber selbst dieser habe nicht verhindern können, „dass der Anbau eingeweiht wird“, sagt Andreas Brand und bescheinigt der Schulleiterin ein kämpferisches Temperament. „Sie sind uns manchmal ganz schön auf die Nerven gegangen“, richtet der OB sein Wort an Iris Engelmann und fügt hinzu: „Sie tun eben was für ihre Schule.“
Der Beschluss, den Anbau zu bewilligen und in die Bildung zu investieren, hätte der Gemeinderat in einer Zeit gefasst, „als die Kassen nicht so gut gefüllt waren“. Die Stadt Friedrichshafen investiere 40 Prozent mehr in ihre Schullandschaft als das Land vorgebe. Davon allein neun Millionen Euro in die Graf-Soden-Realschule, die demnächst Gemeinschaftsschule wird. „Dass Schule heute mehr Lebensraum für Schüler ist als bisher, hat die Stadt früh erkannt. Ganztagsschulen sind heute kein Thema mehr“, bescheinigt der OB und bringt als Geschenk weitere 5000 Euro für benötigte Ausstattungsgegenstände mit.
Gerhard Schneider vom Schulamt spricht davon, dass sich die Erziehungszeiten immer mehr in die Schulzeit verlagern und dass er sich bei einer Visitation bereits vom individuellen Lernkonzept der Schule habe überzeugen können. Hier werde heute schon viel umgesetzt, was von einer künftigen Gemeinschaftsschule verlangt werde.
Architekt Jörg Aldinger übergibt den Schlüssel, „frisch gebacken“ wie er versichert. Die Schüler sorgen für ein erfrischendes und humorvolles Rahmenprogramm. Die Moderatoren Alina, Carim und Paul lassen keine Gelegenheit aus, mit einer guten Portion Ironie auf die Pannen hinzuweisen. Das neue Schließsystem der Toiletten sei zu Beginn falsch eingebaut gewesen, was zur Folge hatte, dass die Türen zwar von außen, aber nicht von innen abgeschlossen werden konnten. „Ohne Türsteher ging da gar nichts.“ Hinter der Tatsache, dass die Schallschutzfenster bei ihrer Rektorin ebenfalls falsch herum eingebaut waren, vermuten sie gar Absicht: „Schließlich ist Frau Engelmann nicht unbedingt für ihre Ruhe und Zurückhaltung bekannt und der Schall sollte nicht nach draußen dringen“, um gleich darauf klarzustellen, wie stolz sie auf ihre Schulleiterin sind. Sie ist das auch auf die Schüler, wie sie mehrfach betont. Danke sagt die Schule mit zehn Bildern, die zusammengesetzt ein buntes Motiv darstellen. Danke sagt Iris Engelmann mit je einem Teil dieses zusammengesetzten Bildes an die Schülerschaft. Die anderen neun Teile gehen an ihren Vorgänger Bernhard Reutemann, OB Brand, an Bürgermeister Hauswald, Claudia Schwerdfeger vom Architekturbüro Aldinger, an das Lehrer-Kollegium, an den Schulrat, an Wolfgang Kübler vom Stadtbauamt und Anette Bürkner vom Amt für Bildung, Familie und Sport, sowie an Otto Kennerknecht – „der guten Seele des Umbaus“, wie Iris Engelmann ihn benennt.
 
erschienen in der Schwäbischen Zeitung vom 17.02.2014