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Wir wollen Gemeinschaftsschule werden

Durch den Wegfall der verbindlichen Bildungsempfehlung hat sich die Unterrichtssituation an der Graf-Soden-Realschule drastisch verändert. In den fünften und sechsten Klassen sitzen plötzlich viele SchülerInnen, die die Grundschule mit einer Werkrealschulempfehlung verlassen haben. Mit ihnen muss – solange man Realschule ist – nach wie vor nach dem Bildungsplan der Realschule gearbeitet werden, mit dem Ziel, sie zur Mittleren Reife zu führen. Das kann nicht funktionieren. 

So kann man weder den Ansprüchen der „wirklichen“ Realschulkinder noch den Ansprüchen der weniger leistungsstarken SchülerInnen gerecht werden. Zudem können die Kinder mit Gymnasialempfehlung nicht angemessen gefördert werden. Obwohl eine Veränderung der Unterrichtsformen längst stattgefunden hat und individuelles Fördern praktiziert wird, ist die Situation für SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen unbefriedigend, frustrierend und ziemlich aussichtslos. Das Kollegium ist inzwischen davon überzeugt, dass das Auseinanderklaffen des Leistungsvermögens, das in den unteren Klassen vorhanden ist, nicht bewältigt werden kann, wenn nach den bisherigen Standards der Realschule unterrichtet wird. Stattdessen müssen die Bildungsstandards aller drei Schularten – Werkrealschule, Realschule und Gymnasium – und die entsprechenden Schulabschlüsse angeboten werden können, wie es für die Gemeinschaftsschule konzipiert ist.

Unser Kollegium ist zusammen mit den Eltern bereit, im Rahmen des Schulentwicklungsplans zum Schuljahr 2014/2015 als Gemeinschaftsschule zu starten.