Developed in conjunction with Eco-Joom.com

Versprecher sind gar nicht so schlimm

Die Gemeinschaftsschule Graf-Soden war am Montag Gastgeber des „Vorlesewettbewerbs Französisch“, veranstaltet in Kooperation mit der Deutsch-Französischen Gesellschaft. Hier traten Schüler der neunten und zehnten Klasse der gastgebenden Schule und der neunten Klasse der St.-Elisabeth-Realschule trotz der bevorstehenden Prüfungsphase gegeneinander an.

Im ersten Durchlauf lasen die Teilnehmer Texte vor, die sie sich selbst ausgesucht haben. Es startete Nicola Geßler, gefolgt von Julia Rist, beide von der St.-Elisabeth-Realschule. Danach folgten die Gastgeber, vertreten von Madeleine Fischer und Justin Jambrec. In der zweiten Runde mussten die Schüler an einen unbekannten Text aus den „Lettres de mon moulin“, „die französische Muss-Lektüre“, ran.

Bei den Zehntklässlerinnen Ermira Memishi, Maëla Schmitt und Sumeya Wahl ging es nach demselben Schema zu. Da es sich bei Maëla Schmitt um eine Muttersprachlerin handelte, las sie zusätzlich das Gedicht „Chanson pour sauter à la corde“ von Anne Sylvestre vor.

Knappes Ergebnis beim französischen Lesewettbewerb

Bei den Neuntklässlern belegte Madeleine Fischer den ersten Platz, dann kamen Julia Rist, Justin Jambrec und Nicola Geßler. In der zehnten Klasse belegte Maëla Schmitt den ersten Platz, gefolgt von Sumeya Wahl und Ermira Memishi. Bei Letzteren fiel es der Jury sehr schwer, eine Wahl zu treffen.

Das Endergebnis lag sehr knapp beieinander, die Teilnehmerinnen hatten nur einen minimalen Unterschied in der Punktzahl. Vergeben wurden neben Urkunden, Gutscheine für den Europapark für Platz eins und zwei und Gutscheine für das hiesige Eiscafé Italia für die Platzierungen drei und vier.

 

 

Satzmelodie muss stimmen

Die Kriterien des Wettbewerbs setzten sich wie folgt zusammen: die Satzmelodie sollte stimmen, die Farbe der Aussprache, Sprechtempo und Lautstärke. Ein paar Versprecher seien gar nicht schlimm. Die gelesenen Texte bewertete eine Jury, die sich aus den französischen Muttersprachlern Tiffany Fouya, Monique Brunel-Schneider und Philippe Piche zusammensetzte, alle Mitglieder der Deutsch-Französischen-Gesellschaft Friedrichshafen.

Bewundernswert sei die Courage der Schüler und dass die Zehntklässlerinnen trotz der nahenden Prüfungsphase antraten, möchte Ulrike Müller von Kralik, Präsidentin der Deutsch-Französischen-Gesellschaft Friedrichshafen, betonen. Mit dem Vorlesewettbewerb soll die Wertschätzung der Fremdsprache Französisch im Vordergrund stehen, die die Schüler in der sechsten Klasse bewusst gewählt haben. Man habe an Schulen vor allem den ewigen „Kampf“ mit der Fremdsprache Spanisch, das viel leichter sein soll und daher beliebter bei den Schülern. Daher ist der Anlass des Wettbewerbs die Pflege der Sprache, die Deutsch-Französische-Freundschaft und die Wertschätzung der Schüler.